Kassensysteme im Einzelhandel
Foto von linder6580

Die ersten Kassensysteme für den Einzelhandel wurden bereits im späten 19. Jahrhundert erfunden und bestanden lediglich aus mechanischen Registrierkassen, die ein Bargeldfach enthielten. Im Laufe der Zeit hat sich das Bild jedoch enorm gewandelt. Heute sind diese Systeme weitaus komplexer und umfassen in der Regel eine hoch entwickelte Programmlogik, eine Erfassungseinheit (Scanner, Lesegerät oder Tastatur), eine Bargeldlade sowie einen Bondrucker. Sie können somit vollständig in das bestehende Warenwirtschaftssystem eingebunden werden, das heißt, sie stehen unmittelbar mit der Buchhaltung oder der Warenwirtschaft in Verbindung. Außerdem garantieren sie einen beschleunigten Kassiervorgang und sind sogar in der Lage, mithilfe von persönlichen Kunden- oder Bonuskarten die Kaufgewohnheiten einzelner Kunden zu erfassen.

Die Kassensysteme beim Einzelhandel unterscheiden sich aber in Leistungsspektrum und Umfang recht deutlich. So reicht beispielsweise für einen kleineren Laden ein relativ einfaches und übersichtliches System bereits aus, während die Filialen großer Einzelhandelsketten meist an ein sehr komplexes Kassensystem angeschlossen sind. Auf diese Weise können Abverkäufe in den einzelnen Filialen binnen kürzester Zeit erfasst und Nachbestellungen geordert werden, so dass Engpässe nahezu ausbleiben.
Die meisten Kassensysteme im Einzelhandel werden mit dem Betriebssystem Windows ausgestattet, Linux ist dagegen weniger gebräuchlich. In puncto Hardware spielen Touchscreens eine immer größere Rolle: Das Display zeigt innerhalb eines Kassenvorgangs nur die unbedingt erforderlichen Tasten an, was zur Vermeidung von Fehlern und einem effizienteren Kassiervorgang beiträgt.

Ein weiterer großer Vorteil ist die Tatsache, dass der Zugang zum Kassensystem für den betreffenden Mitarbeiter von einer Anmeldung abhängig ist. Diese erfolgt entweder durch die Eingabe eines Passworts oder mithilfe eines speziellen Hardwareschlüssels, der entweder kurzzeitig oder dauerhaft Kontakt zur Kasse haben muss. Auf diese Weise kann jederzeit nachverfolgt werden, wann welcher Angestellte einen bestimmten Artikel verkauft hat. Unregelmäßigkeiten können so meist sehr schnell aufgeklärt werden. Der Fachausdruck für diesen personenbezogenen Zugang wird als "Clerk Identification System" bezeichnet.
Darüber hinaus haben Einzelhändler natürlich auch die Sicherheit, dass alle Artikel stets zum korrekten Preis verkauft werden, da sämtliche Preise im System gespeichert sind.

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